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Stiegen zum Himmel – Alpine Straße der Romanik

"Stiegen zum Himmel" schlägt Brücken zwischen mittelalterlichen Burganlagen und romanischen Kirchen und Kapellen und verbindet historische Siedlungen und Kulturlandschaften zwischen Graubünden, Südtirol und Trentino. Trutzige Burgen und imposante Schlösser, farbenfroh ausgemalte Kirchen und einsame, stille Kapellen, malerische Dörfer und Städtchen machen den Reiz dieser Alpinen Straße der Romanik aus.

» Stiegen zum Himmel



In Südtirols Süden befinden sich zwei der rund 56 romanischen Kulturstätten: Die Burgkapelle Schloss Hocheppan bei Missian/Eppan und das Kirchlein St. Jakob in Kastelaz bei Tramin.

Burgkapelle Schloss Hocheppan bei Missian/Eppan

Die ausgedehnte Anlage wurde von den Eppaner Grafen an der Stelle einer älteren Befestigung erbaut und ist ab 1211 als Burg Hocheppan bezeugt. Die um 1180 erbaute Kapelle besitzt ein kryptaartiges Unter- und ein flachgedecktes Obergeschoss mit drei halbrunden Apsidennischen. In der Dreiapsidenkapelle befinden sich bedeutende romanische Fresken mit byzantinischem Einfluss. Im Gegensatz zu anderen Kirchen nimmt in Hocheppan die Gottesmutter mit Kind die Stelle des thronenden Christus in der Apsis ein. Zu den Höhepunkten der romanischen Burgkapelle gehört der Freskenzyklus, welcher zu den schönsten Wandmalereien im Lande gezählt wird.

Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt! Die Burgschenke Hocheppan verwöhnt die Besucher in ritterlicher Atmosphäre mit allerlei Köstlichkeiten und einheimischen, hausgemachten regionalen Spezialitäten.

Öffnungszeiten
März – Anfang November, Mittwoch geschlossen (außer Mitte September–November)
Führungen: Täglich von 10.30 – 17.30 Uhr (in 3 Sprachen)
Info: Tourismusverein Eppan, Tel. +39 0471 662 206

St. Jakob in Kastelaz bei Tramin

Der Bau wurde 1214 erstmals genannt. Das romanische Hauptschiff zeigt im Westen ein gotisches Rundbogenfenster, flache Decke, abgesetzte Rundapsis mit Schlitzfenster und am Turm einen Sockel mit Quaderschräge, unter anderem zwei Reihen gekuppelte, spitzbogige Schallfenster, eine steingerahmte Rundbogentür und einen niedrigen Viereckhelm. Um 1440 erfolgten größere bauliche Veränderungen. Die romanischen Fresken in der Apsis sind um 1215 entstanden.

Besonders beeindruckt dabei die Schau dämonischer Mächte in Zwittergestalt, die den Sockel bevölkern. Zwei dieser Mischwesen greifen sogar ins obere Register seitlich der Apostel ein und veranschaulichen so die Nahtstelle zwischen den Heiligen und den Dämonen. In der Apsis tritt eine Majestas-Domini-Darstellung auf.

Öffnungszeiten
Anfang März – Anfang November, Sonntag geschlossen
Montag bis Samstag: von 10.00 – 12.00 Uhr und 15.00 – 18.00 Uhr
Führungen: jeweils Freitag um 11.00 Uhr
Info: Tourismusverein Tramin, Tel. +39 0471 860 131

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