Egetmanns HochzeitAm Faschingsdienstag ungerader Jahre feiert der Egetmann Hansl in Tramin Hochzeit! Begleitet wird er von Schnappviechern, Burgltreibern und zahlreichen wilden Gestalten. Der Traminer Egetmann Umzug gehört in seiner Art sicherlich mit zu den ältesten, merkwürdigsten und lebendigsten Faschingsbräuchen, die sich in Tirol erhalten haben. Empfohlen wird auf alle Fälle strapazierfähige Kleidung sowie ein gewisser Sicherheitsabstand!
» Mehr über den Egetmann Herz-Jesu-FeuerAm zweiten Sonntag nach dem Fronleichnamfest lodern die Herz-Jesu-Feuer! Warum das so ist? Der alte Brauch entspringt einem Gelöbnis, welches die Tiroler Landesstände rund um Andreas Hofer 1796 während der Tiroler Freiheitskämpfe gegen Napoleon leisteten: sollten sie den Feind besiegen sei dem Heiligsten Herzen Jesu die ewige Treue geschworen. Heute erneuern alljährlich hunderte, weithin sichtbare Herz-Jesu-Feuer diesen Schwur und bringen am Herz-Jesu-Sonntag die Südtiroler Berge zum Glühen... Törggelen, ein herbstlicher BrauchWenn im Herbst "getörggelet" wird, dann machen sich nicht nur Urlaubsgäste sondern auch viele Einheimische auf den Weg. Eine gemütliche Herbstwanderung durch Weinberge und schattige Bergwälder zu einem urigen Buschenschank oder zu einem Weinbauern, der in seinen alten Stuben den eigenen neuen Wein, den Nuien, einschenkt und dazu hausgemachte deftige Kost serviert. Dazu gibt es die Keschtn, die gebratenen Kastanien, Speck oder Hauswurst, vielleicht auch ein Bauernbratl und zum Nachtisch nicht minder kalorienreiche Süßigkeiten. Allein schon deshalb ist die Wanderung ein besonders empfehlenswerter Bestandteil des Törggelen. Sarner KirchtagSeit 450 Jahren wird im Sarntal am ersten Wochenende im September der Sarner Kirchtag gefeiert. Vom Kleinkind bis zum Großvater legt jeder Sarner seine feinste Festtracht an, für welche die Sarner im ganzen Land bekannt sind. Der Sarner Kirchtag dauert ganze drei Tage. Am letzten Tag, am Montag, findet der größte Viehmarkt Südtirols statt, zu dem alles kommt, was Beine hat. Da wird begutachtet, gefeilscht und gelacht. Rundherum wird an diesem Wochenende ein großes Volksfest gefeiert: Musikkapellen spielen, regionale Küchenspezialitäten und Weine werden aufgetischt. Martinimarkt Am 11. November findet in Girlan traditionsgemäß der Martinimarkt statt. Er ist der größte seiner Art und für die Girlaner ein hoher Feiertag: gearbeitet wird an diesem Tag nicht wirklich. Denn wer auf dem Martinimarkt keine Socken, "Potschn" oder Leckerein wie "mandorlata" und "Keschtn" ersteht, der wird nicht gut überwintern – so der Volksmund.
Der gesellige Teil fängt nach Einbruch der Dunkelheit an: In tiefen Kellern wird man schnell heimisch und will nicht mehr so recht nach Hause... Zu später Stunde kann es dann passieren, dass man auf dem Heimweg von einer Horde blökender roter "Pamper" (ein Pamper ist ein Schaf, rot ist die Farbe des Weines!) begleitet wird...
» Impressionen Das KlöckelnWenn schaurige Töne, Glocken und Getöse durch die stille Winternacht schallen, dann weiß jeder Sarner: Es ist wieder Klöckelnacht! Dann ziehen die Klöckler von Haus zu Haus und singen Lieder nach uralten Melodien. Der urige Adventbrauch entspringt einem germanischen Fruchtbarkeitsritus: dem Fruchtbarkeitsgott Donar soll die Bahn frei gemacht und die bösen Wintergeister vertrieben werden.
Aber Achtung: Das "Klöckeln" ist nur an den Donnerstag-Abenden ab 19.00 Uhr zu beobachten!
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