Unsere Liebe Frau in der Vill

Allgemeine Beschreibung

Zeugnisse einer Kirche in dieser Gegend reichen bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts, aber die Errichtung des Gebäudes, wie wir es heute sehen, begann 1412 mit dem Bau des Chorraumes durch Konrad von Neumarkt und wurde mit der Vollendung des Gewölbes zu Beginn des 16. Jahrhunderts abgeschlossen. Die Fassade der Kirche wird vom Glockenturm dominiert, der über dem Eingang steht und eine Vorhalle bildet, die zum Eingangsportal führt. Daneben ist eine Nische für Spenden mit dem Fresko einer Madonna mit Kind geschmückt, an der Westseite des Turmes schützt ein kleines Holzdach ein Fresko des hl. Christophorus mit Jesuskind. Das Innere der Kirche wirkt leicht und elegant, der Lichteinfall wird durch acht Fenster garantiert, wovon vier zum Chor gehören. Von besonderem Wert sind der gotische Tabernakel und der Kanzelfuß. Von den Fresken im Inneren, die die Zeit überdauert haben, werden jene an der Südwand zu Beginn des 16. Jahrhunderts dem Maler Konrad Waider zugeschrieben. Wappengemälde der Payr von Caldiff und Khuen markieren deren Grabmäler an der Nordseite des Kirchenschiffes. Im Jahre 1767 wurde die Kirche entweiht, weil der über die Ufer getretene Trudner Bach einen Großteil des Inneren zerstört hatte. Daraufhin wurde sie u.a. als Lagerraum genutzt. Um die Mitte des vergangenen Jahrhunderts wurde man sich des künstlerischen Wertes des Gebäudes bewusst, restaurierte es und weihte es erneut. Heute wird das Gotteshaus „Unsere Liebe Frau in der Vill“ als eine der schönsten spätgotischen Kirchen des Landes angesehen.

 

Anfahrtsbeschreibung

Autobahn A22, Ausfahrt Auer/Neumarkt, Richtung Vill

auf Anfrage: ganzjährig
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