Turm der alten Magdalenakirche

Allgemeine Beschreibung

Der Turm in der Pfattner Fraktion Birti ist das letzte Überbleibsel der Kuratiekirche zur hl. Maria Magdalena aus dem 14. Jahrhundert. Er ist 24,6 m hoch und die Mauern sind 70 bis 90cm stark. Man kann auf jeder Seite die zugemauerten Rundbogenfenster sehen, nur eines ist noch offen und intakt. Im Turm hingen damals 3 Glocken, zwei kleinere und eine große. Der gemauerte Helm ist an seiner Spitze beschädigt, da 1743/44 der Wind den Knopf vom Turm geworfen hat. Da sich die Kirche am offenen Talboden befand und somit eine sehr schlechte Lage hatte, wurde sie von unzähligen Etschüberschwemmungen heimgesucht. 1755 wurde die Magdalenakirche von einer heftigen Etschüberschwemmung überflutet. Die Pfattner dachten über eine Verlegung der Kirche in die Schlosskapelle im Schlosshof von Pfatten nach. Im Jahre 1794 musste die Kirche nach weiteren zahlreichen Überschwemmungen verlassen werden, weil das Wasser die Mensa des Altares überstieg und die Toten-Truhen wie Schiffe herumschwammen. Am 2. Juli 1795 wurde ein Vertrag zwischen Schlosskapellen Besitzer Menz und der Nachbarschaft in Pfatten geschlossen und somit wurde von da an die Schlosskapelle zur neuen Kuratiekirche. 1796 wurde die Maria Magdalena Kirche abgerissen, nur der Turm erinnert heute noch an die Lage der alten Kirche. 

Geschlossen: ganzjährig
 
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