HeubadlkulturTraditionelles Heubad und Wannensystem Beim traditionellen Heubad, welches nur in den Sommermonaten, also in der Vegetationsperiode der Almwiesen angeboten werden kann, wird frisches Gras von den Almböden verwendet. Nach der Mahd wird das angewelkte Gras ins Heubad gebracht, wo es sich durch die einsetzende Fermentation selbst erhitzt und zum Heubad bereitsteht.
Um das Heubad über das ganze Jahr hindurch durchführen zu können wurden entsprechende Wannensysteme entwickelt. So wird hier durch von außen zugeführte Wärme und die Verwendung vorgeweichten Heues eine ähnliche Wirkung wie beim traditionellen Heubad erzielt.
Badeablauf Der Heubadende wird jeweils ins warme, feuchte Heu gebettet und bleibt 20 bis 30 Minuten bei über 40 Grad darin liegen. Durch die eintretende Transpiration entledigt sich der Körper von angestauten Stoffwechselschlacken und nimmt durch die geöffneten Poren die vielfältigen Inhaltsstoffe des artenreichen Gebirgsheues in sich auf. Anschließend folgt die Ruhephase im Ruheraum, wo man in Decken eingehüllt eine halbe Stunde bis zu einer Stunde nachschwitzt und abkühlt.
Nicht Mattigkeit, sondern Frische und Wohlgefühl für den Rest des Tages sind die Folge.
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