Jenesien gilt als Wiege des Haflingers. Die früher so unzugänglichen Hochwiesen und Wälder am Tschögglberg machten die Zucht einer besonders geschickten, robusten und leichtfüßigen Pferderasse nötig. Die „blonden“ Pferde sind seit Mitte des 19. Jahrhunderts charakteristisch für Jenesien und den Tschögglberg. Die Tschögglberggemeinde Hafling ist Namensgeber. 1904 wurde die 1. Haflinger Pferdezuchtgenossenschaft zu Mölten gegründet. Das dazu angelegte Stut- und Hengstbuch umfasst 250 Haflinger Perde. Die Statuten sowie das Stut- und Hengstbuch belegen, dass bereits um 1900 organisierte Zucht der Haflinger betrieben wurde. Einige Kriterien wie „Name, Geburtsdatum, Abzeichen, Höhe, Gürtel und Schienbein sowie Hinweise auf den Besitzer und auf die Deckung“ finden teilweise auch heute noch Anwendung.

Entstanden ist der Haflinger mit seinen Merkmalen – trittsicher, robust, genügsam, ausdauernd und umgänglich – als Gebrauchspferd, um auf den unwegsamen Saumpfaden auch entlegenste Gehöfte zu erreichen und als Nutztier bei der Arbeit auf Feld, Hof und Wald mitzuhelfen. Von Beginn an war der Haflinger dem Menschen aber auch Gefährte.
Als die Mechanisierung der Landwirtschaft ihren Lauf nahm, fand der Haflinger Eingang in das Brauchtum sowie die Freizeit- & Festkultur.